Rendite berechnen Excel - Kostenlose Vorlage
Excel-Vorlage für Ihr Wertpapierportfolio: Kaufdaten, Kurse, Erträge, Gesamtgewinn und Rendite pro Jahr übersichtlich berechnen.
Mit dieser Excel-Vorlage berechnen Sie die Rendite Ihres Wertpapierportfolios aus Kaufkurs, Stückzahl, aktuellem Kurs und erhaltenen Erträgen. Das Tabellenblatt Portfoliodaten ermittelt Investition, aktuellen Wert, Gesamtgewinn, Gesamtrendite, Haltedauer und Rendite pro Jahr für Aktien, ETFs und Anleihen.
Sie tragen jede Anlage in einer eigenen Zeile ein. Das Dashboard verdichtet die Positionen zu einer Übersicht nach Kategorie und zeigt die Entwicklung Ihres Portfolios, während das Blatt Hinweise die wichtigsten Eingaben und Berechnungen erklärt.
Abbildung 1 zeigt Portfoliodaten mit dreizehn Spalten von Anlagename bis Rendite p.a. Die dunkelblauen Kopfzeilen, gelb markierten Eingabefelder und grün beziehungsweise rot hervorgehobenen Ergebnisse trennen Ihre Eingaben klar von den berechneten Werten.
Die wichtigsten Vorteile dieser Excel-Vorlage
- Gesamtrendite und Jahresrendite werden je Position getrennt ausgewiesen, sodass kurze und lange Haltedauern vergleichbar werden.
- Kaufkurs, Stückzahl und aktueller Kurs ergeben automatisch die Investition und den aktuellen Marktwert.
- Erhaltene Dividenden, Zinsen oder andere Erträge fließen in den Gesamtgewinn ein.
- Aktien, ETFs und Anleihen lassen sich über die Kategorie einheitlich in einem Portfolio erfassen.
- Das Dashboard fasst Ihre Positionen übersichtlich zusammen und erleichtert den Blick auf die Portfolioaufteilung.
- Das Datumsfeld berechnet die Haltedauer in Jahren und verhindert, dass eine reine Kurssteigerung mit einer Jahresrendite verwechselt wird.
- Die Vorlage enthält Beispieldaten aus 2026, an denen Sie die Eingabe und die Ergebnisse sofort nachvollziehen können.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Öffnen Sie die Datei und wechseln Sie zu Portfoliodaten. Die Beispieldaten zeigen neun Positionen, darunter Siemens AG, SAP SE, zwei ETFs und eine Bundesanleihe.
- Ersetzen Sie Anlagename und Kategorie durch Ihre eigenen Wertpapiere. Verwenden Sie für Kategoriebezeichnungen wie Aktie, ETF oder Anleihe eine einheitliche Schreibweise.
- Tragen Sie Kaufdatum, Kaufkurs und Stückzahl ein. Bei 50 Stück zu 120,50 € ergibt sich beispielsweise eine ursprüngliche Investition von 6.025,00 €.
- Aktualisieren Sie den aktuellen Kurs und erfassen Sie erhaltene Dividenden oder Zinsen. Lassen Sie Erträge nicht weg, wenn Sie die tatsächlich erzielte Rendite beurteilen möchten.
- Kontrollieren Sie Investition, aktuellen Wert, Gesamtgewinn und Rendite gesamt. Prüfen Sie besonders, ob Kaufdatum und Kurse zur richtigen Position gehören.
- Öffnen Sie Dashboard, um die zusammengefassten Werte und die grafische Darstellung Ihres Portfolios zu prüfen. Nutzen Sie diese Ansicht für den monatlichen Depotvergleich.
- Lesen Sie bei Unklarheiten Hinweise und speichern Sie danach eine Kopie mit dem Auswertungsdatum. So bleibt nachvollziehbar, auf welchem Kursstand die Rendite beruht.
Enthaltene Funktionen
So nutzen Anleger die Excel-Tabelle für ihr Wertpapierdepot
Eine Renditeberechnung wird immer dann praktisch, wenn mehrere Käufe zu unterschiedlichen Zeitpunkten im Depot liegen. Ein Freiberufler mit Einzelunternehmen prüft etwa am Monatsende, ob seine ETF-Rücklage besser läuft als das Tagesgeld. Eine Angestellte vergleicht vor dem jährlichen Sparplanwechsel ihre Aktienpositionen, während ein Ehepaar die gemeinsame Vermögensaufteilung vor dem Jahresgespräch mit der Bank dokumentiert.
Die Vorlage ist auf ein Wertpapierportfolio mit einzelnen Positionen ausgelegt. In Portfoliodaten erfassen Sie je Zeile Anlagename, Kategorie, Kaufdatum, Kaufkurs, Stückzahl, aktuellen Kurs und erhaltene Erträge. Bei Siemens mit 50 Stück zu 120,50 € beträgt die Investition 6.025,00 €. Steigt der Kurs auf 128,90 €, liegt der aktuelle Wert bei 6.445,00 €; kommen 180,00 € Erträge hinzu, beträgt der Gewinn vor Kosten und Steuern 600,00 €.
Der monatliche Depotcheck mit aktuellen Kursen
Für eine belastbare Momentaufnahme aktualisieren Sie die Kurse am gleichen Tag im Monat, zum Beispiel am letzten Börsentag. Die Tabelle trennt den Kursgewinn von den erhaltenen Erträgen nicht in zwei eigene Renditequoten, sondern führt beides im Gesamtgewinn zusammen. Das entspricht der Frage, wie viel die Position insgesamt erwirtschaftet hat.
Abbildung 1 zeigt die dreizehn Spalten von Portfoliodaten: Auf die Eingabefelder folgen Investition und aktueller Wert, danach Erträge, Gesamtgewinn, Rendite gesamt, Haltedauer und Rendite p.a. Die gelben Eingabebereiche, dunkle Kopfzeile und farblich markierten Ergebnisse machen die Arbeitsrichtung auch bei neun oder mehr Positionen schnell erkennbar.
Das Dashboard für die Entscheidung im Portfolio
Abbildung 2 zeigt das Dashboard mit der verdichteten Auswertung. Dort erkennen Sie schneller als in der Einzelzeile, ob beispielsweise Aktien, ETFs oder Anleihen den größeren Anteil stellen. Bei 10.000,00 € Gesamtinvestition und 600,00 € Gewinn liegt die einfache Gesamtrendite bei 6,00 %; die Rendite p.a. darf diesen Wert nur nach Berücksichtigung der Haltedauer vergleichen.
Abbildung 3 führt im Blatt Hinweise durch die Eingaben und die Interpretation. Für die eigentliche Depotentscheidung bevorzuge ich diese Tabelle gegenüber einer handschriftlichen Notiz: Sie aktualisieren immer dieselben Felder und behalten die Rechenlogik je Position bei.
Wie die Renditeberechnung bei Aktien, ETFs und Anleihen funktioniert
Die Vorlage verwendet als Ausgangspunkt die Investition aus Kaufkurs mal Stückzahl. Der aktuelle Wert entsteht aus aktuellem Kurs mal Stückzahl. Der Gesamtgewinn berücksichtigt zusätzlich die im Tabellenblatt eingetragenen Erträge, also etwa Dividenden bei Aktien, Ausschüttungen bei ETFs oder Zinsen bei Anleihen.
Ein Beispiel macht den Unterschied deutlich: Sie kaufen 200 ETF-Anteile zu 65,20 €. Die Investition beträgt 13.040,00 €. Bei einem Kurs von 68,10 € ist der Bestand 13.620,00 € wert. Ohne Ausschüttung ergibt sich ein Gewinn von 580,00 € und eine Gesamtrendite von rund 4,45 %. Eine Ausschüttung von 120,00 € erhöht den Gewinn auf 700,00 € und die Rendite auf rund 5,37 %.
Gesamtrendite ist nicht dasselbe wie Rendite pro Jahr
Die Rendite gesamt beantwortet die Frage, wie stark eine Position seit dem Kauf gewachsen ist. Die Rendite p.a. berücksichtigt zusätzlich die Haltedauer. Eine Position mit 8,00 % Gesamtrendite nach vier Jahren ist wirtschaftlich nicht so stark wie eine Position mit 8,00 % nach einem Jahr.
Für die annualisierte Betrachtung wird die Entwicklung über die Haltedauer auf ein Jahr umgerechnet. Bei unterschiedlichen Einzahlungen an mehreren Tagen ist diese Kennzahl nur eine Näherung, weil die Vorlage je Position mit einem Kaufdatum arbeitet. Für einen einzelnen Kauf ist sie brauchbar; für Sparpläne mit vielen Teilkäufen ist eine zeitgewichtete oder geldgewichtete Rendite fachlich genauer.
Steuern, Gebühren und Ausschüttungen richtig einordnen
Die Ergebnisse sind keine Steuerberechnung. Bei einem privaten Depot können realisierte Kapitalerträge dem Kapitalertragsteuerabzug unterliegen; der Sparer-Pauschbetrag beträgt 1.000,00 € für Einzelpersonen und 2.000,00 € bei zusammen veranlagten Ehepaaren. Die tatsächliche Belastung hängt unter anderem von Freistellungsauftrag, Verlustverrechnung und Teilfreistellung bei Fonds ab.
Brokergebühren und Ausgabeaufschläge sind in den sichtbaren Spalten nicht als eigenes Feld vorgesehen. Ziehen Sie solche Kosten nicht stillschweigend vom Kurs ab, wenn Sie die Kurse später vergleichen wollen. Meine klare Empfehlung: Nutzen Sie die Tabelle für die Portfolioübersicht und dokumentieren Sie steuerliche Details separat in den Abrechnungen des Brokers.
Abbildung 2 unterstützt die Vermögenssicht, ersetzt aber keine Steuerbescheinigung. Die Kategorien Aktie, ETF und Anleihe beschreiben die Anlageart, nicht automatisch deren steuerliche Behandlung.
Wo die Rendite im Depot regelmäßig falsch herauskommt
Der häufigste Fehler liegt nicht in Excel, sondern in einer unvollständigen Eingabe. Wer bei einem ETF die Ausschüttung von 120,00 € nicht erfasst, weist bei 13.040,00 € Investition eine Rendite von etwa 4,45 % statt rund 5,37 % aus. Das sind fast 1 Prozentpunkt Unterschied und bei einem Depot von 50.000,00 € rechnerisch 500,00 € Ertrag.
Falsche Stückzahl und vermischte Kaufkurse
Nach einem Nachkauf wird oft nur der aktuelle Kurs geändert. Kaufen Sie zunächst 100 Stück zu 50,00 € und später 100 Stück zu 70,00 €, beträgt der einfache Durchschnittskurs 60,00 €, sofern keine Gebühren einbezogen werden. Bleibt im Blatt versehentlich 50,00 € stehen, erscheinen Wert und Rendite deutlich zu hoch.
Bei Aktiensplits oder Zusammenlegungen muss die Stückzahl zur historischen Anschaffung passen. Übertragen Sie die Daten aus der Depotabrechnung und prüfen Sie nach jeder Kapitalmaßnahme, ob Investition und Bestand noch zusammengehören. Eine scheinbare Rendite von 100 % kann sonst allein aus einer falschen Stückzahl entstehen.
Erträge am falschen Datum und Kurse ohne Vergleichsstand
Dividenden werden manchmal doppelt erfasst: einmal als Ertrag in Portfoliodaten und ein zweites Mal, indem der aktuelle Kurs künstlich erhöht wird. Das führt bei 300 Aktien und 0,80 € Dividende zu einer doppelten Berücksichtigung von 240,00 €. Erfassen Sie den Betrag nur als erhaltenen Ertrag, wenn der Kurs bereits der tatsächliche Börsenkurs ist.
Ein weiterer Fehler ist ein Vergleich von Kursständen aus verschiedenen Tagen. Das Dashboard zeigt dann scheinbar eine Veränderung, die nur aus dem unterschiedlichen Bewertungszeitpunkt stammt. Speichern Sie deshalb am Monatsende eine Kopie und notieren Sie im Dateinamen das Kursdatum.
Warum eine hohe Rendite nicht automatisch ein guter Verkauf ist
Eine Position mit 25,00 % Gewinn kann wegen Risiko, Konzentration oder fehlender Liquidität trotzdem unpassend sein. Bei 8.000,00 € in einer Einzelaktie bedeuten 20,00 % Kursverlust 1.600,00 € weniger Depotwert. Verwenden Sie die Vorlage deshalb zur Messung und Dokumentation, nicht als automatisches Kauf- oder Verkaufssignal.
Abbildung 3 weist auf die Bedienlogik hin. Kontrollieren Sie dort zuerst die Eingabefelder, bevor Sie das Ergebnis im Dashboard interpretieren.
So wird die Portfolioauswertung zur monatlichen Routine
Eine Renditetabelle bleibt nur nützlich, wenn die Kurse regelmäßig aktualisiert werden. Legen Sie einen festen Termin fest, zum Beispiel den letzten Börsentag jedes Monats nach dem Kontoauszug. Dieser Termin ist besser als eine gelegentliche Aktualisierung nach einer starken Kursbewegung, weil Sie dadurch keine emotional ausgewählten Zeitpunkte vergleichen.
Der kurze Monatsabschluss für Ihr Depot
Planen Sie für ein Portfolio mit zehn Positionen etwa 15 Minuten ein: Brokerabrechnung öffnen, aktuellen Kurs übernehmen, Ausschüttungen prüfen und die Ergebnisse im Dashboard kontrollieren. Bei 12 Monatskopien entsteht nach einem Jahr eine nachvollziehbare Reihe von 120 Positionsständen statt einer einzigen rückwirkend geschätzten Zahl.
- Aktualisieren Sie immer zuerst Kaufdaten und Erträge, danach die aktuellen Kurse.
- Speichern Sie die Datei nach jedem Monatsabschluss unter einem Datum wie Depot_31.07.2026.
- Vergleichen Sie im Dashboard nicht nur die Rendite, sondern auch Investition und aktuellen Wert.
- Markieren Sie außergewöhnliche Ereignisse wie Nachkäufe, Verkäufe oder Aktiensplits in Ihren Notizen.
Saubere Eingaben sparen spätere Korrekturen
Verwenden Sie für Aktien, ETFs und Anleihen immer dieselben Kategorien. Schreiben Sie Beträge als Zahlen mit dem vorgesehenen Euroformat und tragen Sie das Kaufdatum als echtes Datum ein, nicht als freien Text. Die farbliche Gestaltung hilft dabei: Gelb steht für Eingaben, während die späteren Ergebnisfelder nicht manuell überschrieben werden sollten.
Meine Empfehlung ist, die Vorlage monatlich zu kopieren statt alte Werte zu löschen. So können Sie am 31.12.2026 nachvollziehen, ob ein Ergebnis aus Kursbewegung, Ertrag oder einer neuen Einzahlung entstanden ist.
Wann Excel nicht mehr ausreicht
Bei zehn bis zwanzig Positionen und einem monatlichen Depotcheck ist Excel meist der sinnvollste Weg. Überschreiten Sie jedoch 100 Transaktionen pro Jahr, verwalten mehrere Depots oder benötigen steuerlich exakte Anschaffungstöpfe, wird die manuelle Pflege fehleranfällig. Dann ist eine Portfolio- oder Steuersoftware mit Brokerimport geeigneter als weitere Tabellenkopien.
Die Datei enthält genau die Blätter Portfoliodaten, Dashboard und Hinweise. Abbildung 4 zeigt das Hinweise-Blatt als festen Anlaufpunkt, wenn Sie die Routine an eine andere Person im Haushalt übertragen.
Häufige Fragen zu dieser Vorlage
Die Vorlage berechnet je Position die Rendite gesamt und die Rendite p.a. Grundlage sind Investition, aktueller Wert, erhaltene Erträge und Haltedauer. Gebühren, Steuern und mehrere Teilkäufe werden nicht als eigene Berechnungskomponenten geführt.
Tragen Sie Dividenden, ETF-Ausschüttungen oder Anleihezinsen in der Spalte Erhaltene Erträge (€) ein. Erfassen Sie jeden Betrag nur einmal und verwenden Sie den Brutto- oder Nettobetrag konsequent, damit die Positionen vergleichbar bleiben.
Ja. Wählen Sie in der Kategorie die passende Anlageart und tragen Sie beide Positionen mit Kaufdatum, Kurs und Stückzahl ein. Das Dashboard fasst die Daten zusammen; bei der Interpretation sollten Sie zusätzlich Risiko, Ausschüttungsart und unterschiedliche Haltedauern berücksichtigen.
Nur eingeschränkt. Die Vorlage arbeitet je Zeile mit einem Kaufdatum und eignet sich daher am besten für einzelne Käufe. Bei monatlichen Sparraten mit zwölf unterschiedlichen Kaufdaten ist eine geldgewichtete Rendite mit jeder Einzahlung genauer als eine einfache Jahresrendite.
Nein. Die Tabelle ist ein Renditerechner für Kurswert und eingetragene Erträge. Kapitalertragsteuer, Freistellungsauftrag, Verlustverrechnung, Fonds-Teilfreistellung und Brokergebühren müssen Sie anhand der Abrechnungen separat prüfen.
Die Arbeitsmappe enthält drei Blätter: Portfoliodaten für die Eingabe und Positionsberechnung, Dashboard für die zusammengefasste Auswertung sowie Hinweise für Erläuterungen zur Nutzung. Abbildung 1 bis Abbildung 3 zeigen diese Blätter in derselben Reihenfolge.